Tipps gegen Bauchschmerzen bei Säuglingen

Seit heute Nacht weint und krümmt sich das Baby oft im Schlaf und wird so wach. Nun sind sie da die gefürchteten Bauchschmerzen. Die beiden Schwestern hatten ziemlich schnell als Neugeborene Probleme mit der Verdauung und so haben wir viel ausprobieren können. Da bei verschiedenen Kindern vieles unterschiedlich wirkt, kommen nun meine Tipps und Erfahrungen:

  • Medikamente aus der Apotheke Wir haben es mit Sab Simplex und was Homöopatisches wie Belladonna/Chamomilla von Wala probiert. Meiner Meinung nach ist es etwas besser geworden, die Bauchschmerzen sind aber nicht ganz weg gegangen. Bei Homöopathie gibt es ja zwei Lager, die einen glauben dran und die anderen nicht. Ich bin der Meinung, dass man es ruhig mal versuchen kann.
  • Bauchmassagen Durch den Körperkontakt wird das Baby beruhigt und die Körperwärme lindert die Schmerzen. Man sollte im Urzeigersinn sanft über den Bauch um den Bauchnabel kreisen. Wir haben zum einen das Baby-Bäuchlein-Öl von Weleda für die Massagen verwendet. Beim zweiten Kind kam noch auf Empfehlung der Hebamme die Windsalbe von Tamany hinzu. Der Wirkstoff ist Kümmelöl und wärmt auch den Bauch noch nach der Massage. Auch die aktuelle Hebamme empfahl mir die Windsalbe in Kombination mit anschließender Wärme durch eine Kalt-Warm-Kompresse.
  • Anwinkeln der Beine Das Anwinkeln der Beine (Vergleichbar mit Strampeln oder Fahrrad fahren) haben wir mit der Massage kombiniert. Aber auch in der Anhock-Spreizhaltung im Tragetuch oder in der Babytrage werden die Beine angezogen. Dabei erfährt das Kind auch Wärme und Nähe durch die Bezugsperson.
  • Fliegergriff Dabei wird das Kind mit dem Oberkörper längs über den Unterarm getragen. Durch den Druck der Hand oder des Armes soll die Luft aus dem Bauch entweichen. Es trainiert gleichzeitig die Armmuskeln der tragenden Person. Wie gut, dass Babys mitwachsende Hanteln sind.
  • Anis-Kümmel-Fenchel-Tee Entweder dem Baby eingeflösst oder selbst getrunken und über die Milch an das Baby weitergegeben. Tipp meiner Hebamme: Nicht übermäßig trinken, sonst bewirkt es das Gegenteil.
  • Wärmequelle Wie bei Erwachsenen auch, hilft eine Wärmequelle. Bei Säuglingen muss man aber aufpassen, da sie sich mit der Wärmeregulierung noch schwer tun. Deswegen sollte das Kirschkernkissen oder eine Kalt-Warm-Kompresse nur warm und nicht heiß einsetzten werden. Eine warme Hand auf dem Bauch sowie Bauch auf Bauch mit der Bezugsperson kuscheln hilft sicherlich.
  • Nahrung der stillenden Mutter Ich würde auf blähende Sachen wie Zwiebel oder Kohl verzichten. Denke aber, dass man sich nicht zu sehr verrückt machen lassen und das Essen genießen und sich keine Vorwürfe machen sollte. Auch Babys, die Fertignahrung erhalten, werden von Blähungen nicht verschont.

Trotz all der guten Tipps lassen sich Bauchschmerzen nicht ganz vermeiden. Der kleine Körper muss sich an das Leben außerhalb der Mutter anpassen und das kann dauern. Bei uns hat es bei den Geschwisterkindern circa zwei Monate gebraucht bis die Blähungen verschwunden sind. Da hilft nur Gelassenheit, viel Liebe und Zuwendung.

Über weitere Tipps und Tricks sowie Meinungen freue ich mich sehr!

Bauchschmerzen04Unsere Hilfe gegen Bauchschmerzen: Kompresse, Kirschkernkissen, Windsalbe, Sabsimplex und Belladonna/Chamomilla.

 

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