Wir werden Spießer! – Teil 02 Grundriss, Ausstattung & Sonderwünsche

Nachdem die Wochen vor unserem Notartermin vollgepackt mit Bank- und Finanzierungsgesprächen waren, haben wir die Ruhe in den darauf folgenden Wochen sehr genossen. Das änderte sich schlagartig mit dem ersten Besuch bei unserem Bauleiter. Mit ihm haben wir Grundrissänderungen, Sonderwünsche und Ausstattung besprochen. Noch ist nicht ein Spatenstich für unser Haus gemacht und trotzdem sollen wir uns mit der Inneneinrichtung auseinander setzen. Das ist ein sehr komisches Gefühl. Wenn der Bau begonnen hat, kann ich mir das schon eher vorstellen. Im Augenblick ist es immer noch sehr abstrakt.

Die Grundrissänderungen waren schnell besprochen. Ein Raum mehr, ein paar Fenster anders und ein paar Wände weniger. Vielleicht noch eine Wand versetzen, aber das muss noch abgeklärt werden.

Schwieriger sind Sonderwünsche und Ausstattung, da sie doch ganz schön auf den Geldbeutel gehen. Der Bauleiter gab uns viele schöne Hochglanzbroschüren mit. Natürlich ist man verlockt nur das Beste für sein Haus zu kaufen, doch das sprengt sehr schnell das Budget. Wir werden erst mal eine Wunschliste schreiben und dann kürzen was raus kann, danach streichen wir was raus muss, um in das Haus auch einziehen zu können und nicht ohne Küche oder Aussenanlagen da zu stehen.

Zum einen überlegen wir, was für Bodenbelag wir gerne hätten. Laut der Baubeschreibung haben wir die Wahl aus drei Parkettböden. Jedoch macht es uns Sorgen wie sich kleine Kinder und Parkett zueinander verhalten.

Wir werden eine offene Küche im Wohnszimmer haben und überlegen uns, ob wir sie lieber auf der Ost- oder Westseite einbauen lassen sollen. Für Osten spricht die Morgensonne. Für Westen, da dort weniger Fenster sind.

Da wir beide gerne uns für neue Technologien interessieren, ist natürlich Home Automation bzw. Smart Home ein großes Thema. Das leider in unserem Budget wenig bis kein Platz hat. Da man dort sicher bei 10.000 Euro anfangen müsste. Eine Überlegung wäre, erstmal Leitungen zu verlegen, aber auf welchen Standard (z.B. KNX) legt man sich heute fest, wenn man gar nicht weiß, welcher sich in Zukunft durchsetzen wird. Eine Alternative wären Geräte mit Funkverbindungen oder WLAN. Es ist ein wirklich weites Feld…

Ziemlich sicher ist, dass wir uns ein Anschluss in Form von Starkstrom in die Garage legen werden. Irgendwann werden sich Elektroautos zumindest als Zweitwagen durchsetzen und da wir mit den Kindern immer mindestens eine Stunde Rast auf der Autobahn einplanen, könnte es sogar bald schon sein, dass wir uns ein Elektroauto zulegen. In den Tesla-Autos sind Kindersitzeinrichtungen im Kofferraum. Das hört sich für Eltern ziemlich verlockend an.

Für Anmerkungen, Tipps und Tricks bin ich wie immer sehr dankbar.

Nun geht es erstmal an die Elektrikplanung. Also wo soll welche Steckdose und welcher Schalter hin. Dazu warten wir noch auf die Grundrisspläne von unserem Bauleiter. Ich werde gleich mal schauen gehen, ob was mit der Post kam.

 

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hey Melanie,
    Gerne gebe ich meine Meinung zum Thema Elektro weiter, ist aber eben nur meine. 🙂

    Smart Home:
    Ich persönlich würde bei einem Neubau nicht das ganze Haus für eine Bussteuerung aus/vorrüsten, aber durchaus ein paar Bereiche. Sofern man nicht unbedingt eine „Zentral Aus Funktion“ haben möchte, muss nicht gleich jeder Flur und Schlafraum „Smart“ sein.
    Ich würde z.B. für das Wohnzimmer ein Bussystem einrichten. Mit einem Druck auf den Taster oder das Tablet die ganze Beleuchtung auf eine voreingestellte Lichtstimmung für einen Filmabend o.ä. einzustellen, hat schon seine Reize. Ähnliches kann für Wellness-, oder Außenbereich interessant sein.
    Darüber hinaus kann es sinnvoll sein Geräte der Haustechnik wie Waschmaschine, Trockner, Heizungssteuerung, Garagentor, etc. einzubinden.
    Ich würde eventuell auch noch die Rauchmelder mit einbeziehen.
    btw.: Rauchmelderpflicht des Bundeslandes Beachten!

    Bussystem:
    Mein persönliches Lieblingssystem ist LCN, da man zur Installation keine zusätzliche Leitung, sondern nur eine Ader mehr in der normalen Hausinstallation als Datenleiter benötigt. Leider setzt sich dieses System am Markt nicht wirklich durch.
    Ich würde also auf jeden Fall zum KNX-Standard raten, definitiv das System mit den vielfältigsten Möglichkeiten, und Zukunftssicher.
    Die Installation sollte ein Elektrofachbetrieb durchführen, der den „KNX-Partner“-Titel führt.

    E-Mobil:
    Eine Leitung für eine Ladesteckdose vorzurüsten ist auf jeden Fall eine gute Idee, wenn man eh mit dem Gedanken spielt sich mal ein E-Auto zuzulegen. Ich würde mindestens eine 5x4mm² besser noch 5x6mm² Leitung dafür vorsehen. Manche Schnellladestationen benötigen viel Energie, und wer weiß in welche Richtung sich die Ladetechnik noch entwickelt…

    Netzwerk:
    Auch wenn man sich heute beim Thema Internet oft auf W-LAN verlässt, sollte man zumindest kurz über Netzwerksteckdosen nachdenken. Ich würde mindestens einen Netzwerkdose pro Etage empfehlen um W-LAN im gesamten Haus sicher zu stellen. Überall wo später mal ein Schreibtisch stehen kann (auch Kinderzimmer bedenken) Ist ein Netzwerkanschluss sinnvoll.
    Anschließend kann man sich noch überlegen ob man für TV, Spielekonsolen und Audio-Multiroomlösungen (z.B. Sonos) einen Netzwerkanschluss haben möchte.

    So, ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben, ist aber nur meine persönliche Meinung.

    Beste Grüße,
    Joe

  2. Lieber Joe,

    vielen Dank für deinen Beitrag! Netzwerkkabel sind auf jeden Fall eingeplant. Haben wir auch schon hier in der Wohnung und nutzen sie für TV-Sachen und Sonos.
    Die Rauchmelderpflicht muss ich erstmal recherchieren, aber es sollten auf jeden Fall welche installiert sein. Pflicht hin oder her.
    Die Idee nur einzelne Bereiche wie das Wohnzimmer damit auszustatten ist eine gute Idee. Den Ansatz werde ich mal für unseren Geldbeutel prüfen.

    Deine Meinung ist eine wichtige Meinung, da von einem unabhängigen und technikaffinen Fachmann!

    Vielen Dank & Grüße

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