Im Tal der Wäscheberge

Zur Zeit dreht sich mein Leben um Wäscheberge. Ich hätte nicht erträumen können wie viel Wäsche so eine vierköpfige Familie produzieren kann. Da es endlich wärmer wird, habe ich nun die ganze Winterkleidung der Mädels in eine Kiste gepackt und die Sommerkiste mit Sonnenhüten, Sonnenbrillen und dem ganzen Badesachen hervorgekramt. Die Sachen habe ich gleich durchgeschaut und unterteilt in „könnte noch passen“ und „passt nicht mehr“.

Vor großer logistischer Herausforderung wird man gestellt, wenn ein Kind einen Wachstumsschub ereilt und am Besten über Nacht aus sämtlichen Kleidungsstücken herauswachst. Das wird nur noch getoppt, wenn beide Kinder schuben. So wie gerade hier.
Im Idealfall hat man die Kleidungskiste der großen Schwester parat. Da wasche ich die Sachen einmal, erfreue mich beim Einräumen an Erinnerungen, die ich mit einzelnen Stücken habe und verräume wehmütig die zu klein gewordenen Teile und bemitleide mich, dass das Baby schon wieder größer geworden ist.

Wäscheberg

Bei der Großen schaue ich was sie von ihrer Verwandtschaft geerbt hat, wasche es einmal, räume es in den Schrank ein und tröste mich beim Verräumen der ausrangierten Kleidung, dass diese nochmals von ihrer kleinen Schwester aufgetragen werden.

Die Kinder turnen natürlich zwischen den Kisten rum und lieben es die Berge der zusammengelegten Kleidung zu zerpflücken oder die schon gepackten Kisten wieder zu öffnen und auszuräumen. Das ist nicht gerade förderlich, wenn man mal eben schnell das Wäschebergchaos beseitigen will.

Gerade schaue ich, was die beiden noch für Kleidungsstücke benötigen und kaufe diese. Oder noch besser, ich nähe sie selbst. Der klein_minze nähe ich schon das dritte Sommerkleid in der Hoffnung, dass der nächste Wachstumsschub erst im Herbst kommt. So wirklich lange tragen die Kinder die Kleidung nicht. Nach ein bis zwei Monaten fängt das Ganze von vorne an. Ich tröste mich damit das ich neuen Stoff bestelle und schöne Sachen nähen kann. Sie werden so schnell groß…

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