Vier Wochen zu Fünft

„Wie die Zeit vergeht.“ Was für ein blöder Spruch, aber das Baby ist nun schon vier Wochen alt und die Zeit fliegt nur so an uns vorbei. Nachdem wir aus dem Krankenhaus nach Hause kamen, hatte ich kurz Angst wie das wird zu fünft und ob wir lange brauchen werden um uns als Familie einzuspielen. Die Angst schien unbegründet. Die beiden Großen lieben ihr Brüderchen, sind sehr verständnisvoll, wenn Mama nicht sofort ihnen helfen kann und beschäftigen sich über längere Zeit zu zweit. Am Liebsten wird Mutter-(Vater-)Kind gespielt. Die Eltern schaffen es sich um alle Kinder zu kümmern und Exklusivzeit für jedes Kind einzurichten.

„Das dritte Kind ist zum Genießen.“ Noch ein blöder Spruch, aber auch er scheint zu stimmen. Keine Schreistunden, kein ständiges Spucken, nur etwas Bauchweh begleiten uns durch die Anfangszeit. Und die vielen Windeln, die wir verbrauchen. Vielleicht waren wir bei den anderen Kindern auch ständig am Wickeln. Es ist mir nur nicht mehr so in Erinnerung. Der Alltag läuft super. Wir schaffen unsere Morgen-Routine und die Mädchen kommen pünktlich in die Kita. Auf dem Rückweg gehen wir zu zweit einkaufen und zuhause ist das Baby schon eine Zeitlang wach und betrachtet aufmerksam die Welt. Bevor es wieder schläft und wir die Mädchen aus der Kita abholen. Abends sind wir noch nicht so eingespielt, was vor allem daran liegt, dass das Baby noch keine feste Schlafenszeit hat und viel trinken möchte. In der Zeit spielen die Großen in ihrem Zimmer oder schauen sich Bücher an. Wenn der Kleinste dann irgendwann eingeschlafen ist, kann ich die Großen ins Bett bringen. Anschließend lege ich mich meist auch hin und schlafe, denn nachts wachen 2 der drei Kinder auf.

Ich warte schon mal gelassen auf die Frage, wann es denn endlich durchschläft. Mit jedem Kind steht man solchen Fragen entspannter gegenüber. Auch Tipps von Verwandschaft, Freunden oder Fremden werden zum Einen weniger, zum Anderen treffen sie einen nicht mehr (so hart). Man genießt wirklich. Das Baby beim Trinken, beim Wickeln und vor allem beim Schlafen beobachten sorgt für die Herz-Momente. Auch weil man die kurzen Augenblicke, die so schnell vorbei ziehen, festhalten möchte. Für die meisten ist die Familienplanung bei drei Kindern abgeschlossen. So auch bei uns. Oder doch nicht?! Alles das letzte Mal erleben, da wird man schon sentimental. Das letzte Mal ein Baby im Bauch, das letzte Mal Gebären, das letzte Mal ein winziges Baby in den Armen halten. Gerade verräume ich das letzte Mal Kleidung in Größe 56 und denke daran zurück wie ich das erste Mal die Anfangsg röße wieder in eine Kiste gepackt habe. Ganze drei Jahre ist das her. In der Zeit hat sich vieles verändert. Auch ich habe mich mich verändert. War zuerst Erstlingsmama für die alles neu und aufregend ist, sich fragt, ob sie das alles hinbekommt. Und nun gehöre ich schon mit dem dritten Kind zu den alten Hasen. Ich vergleiche Kinder bekommen und großziehen gerne mit dem Kochen eines drei Gänge-Menues mit vielen teuren Zutaten. Beim ersten Kochen ist man noch ganz aufgeregt, ob man das alles hinbekommt und ob es einem schmeckt. Beim zweiten Mal kochen hat man schon Routine und somit auch ruhiger im Umgang und beim dritten Mal genießt man das Kochen einfach nur.

baby-ootd

Heutiges Baby-Outfit-of-the-Day

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