Oje, er wächst…

Seit Dienstag verbringt das Baby die Zeit gerne an mir. Wir stillen. Es schläft ein. Ich lege es ab. Es wacht auf. Es ist hungrig. Und wieder alles von vorn. Wer „Oje, ich wachse“ kennt, weiß das in der fünften Woche der erste Schub zu erwarten ist, bei dem das Baby anhänglich wird. Wer das Buch nicht kennt: Es handelt von den 10 mentalen Sprüngen, die das Baby in den ersten 20 Monaten durchlebt. Dabei merkt das Kind, dass sich etwas verändert. Es wird anhänglich und wenn der Schub überstanden ist, kann es was neues.

Mit dem Wissen, das alles nur eine  Phase ist, lässt es sich gut leben. Leider bleibt sonst alles liegen. Ich kann keine Wäsche zusammenlegen, keine Telefonanrufe tätigen oder mich sonst mit irgendetwas beschäftigen ohne dass das Baby quengelt und schließlich weint. Dabei habe ich sooo viel zu tun: Arzttermine ausmachen, Sachen für den Hausbau abklären, die Patchworkdecke für das noch ungeborene Baby nähen, Haushaltssachen oder Spaßsachen machen. Auch ein Blogartikel über die Laufräder im Herbst will noch geschrieben werden. Aber der Tagesablauf sieht so aus: Aufstehen, morgentliche Routine, Kinder in die Kita, Einkaufen, Frühstücken mit Baby im Tragetuch, dabei wacht das Baby auf, Babyaktivitäten, Kinder von der Kita abholen, Abendessen vorbereiten, Abend-Routine, Baby ins Bett bringen, Kinder ins Bett bringen und dann selbst schlafen.

Am Wochenende gehen das Baby und ich auf das Foodbloggercamp in Berlin. Ich bin gespannt, wie sich das Baby dort verhält. Vielleicht ist die Phase bis dahin überstanden und das Baby kann was neues. Lächeln wäre sehr schön. Also nicht nur das Engelslächeln im Schlaf, sondern auch mal Lächeln, wenn es wach ist. Bis die Phase überstanden ist, heißt es abwarten, tragen, stillen und Tee Kaffee trinken.IMG_5126

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